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Wie rentabel sind Balkonkraftwerke
© Franz Bachinger/ Pixabay

Balkonkraftwerke – Beitrag zur Energiewende

Solaranlagen sind eine gute Möglichkeit für Privatpersonen, sich an der Energiewende zu beteiligen. Dies gilt inzwischen nicht nur für Eigentümer, sondern auch für Mieter. Die für Anfang 2024 erwarteten Erleichterungen für den Gebrauch von Balkonkraftwerken dürften nämlich den Trend zum Balkonkraftwerk weiter beschleunigen.

Bereits 2023 hatte sich die Anzahl an gemeldeten Balkonkraftwerken nach Angaben der Bundesnetzagentur im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht – von 99.900 auf 300.200. Immer mehr Mieter beschäftigt die Frage, ob auch sie sich ein Balkonkraftwerk anschaffen sollten. Wir klären, ob die Mini-PV-Anlagen sich lohnen und welche Vorteile Besitzer erwarten können. Außerdem geben wir Tipps für den Gebrauch und die Aufstellung.

Mit einem Balkonkraftwerk eigenen grünen Strom produzieren

Städte geben immer mehr Förderungen für Stecker-Solaranlagen, die zur Energiewende beitragen und dabei Geld sparen
© Franz Bachinger/ Pixabay

Die Funktionsweise eines Balkonkraftwerks

Wer ein Balkonkraftwerk kaufen möchte (hier Balkonkraftwerk Testsieger ansehen), sollte wissen, was ihn erwartet. Da das Mini-Kraftwerk für den Balkon ausgelegt ist, sind Mieter die bevorzugte Zielgruppe der Hersteller, die durch den Erwerb ebenso wie Eigentümer die Möglichkeit dazu haben, sich an der regenerativen Energiewende zu beteiligen.

Balkonkraftwerke bestehen aus bis zu zwei Modulen mit mehreren Solarzellen, welche die Sonnenenergie aufnehmen und als Gleichstrom verwerten. Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in den haushaltsüblichen Wechselstrom um. Mit einer Halterung wird das Balkonkraftwerk am Ort seiner Bestimmung installiert und mit einem Stecker an das Stromnetz angeschlossen.

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Mit Balkonsolaranlagen die Energiewende selber machen

Ein Steckersolargerät besteht aus einem oder mehreren Photovoltaikmodulen und einem integrierten Wechselrichter, der den Solar-Strom in Haushaltsstrom umwandelt
© Yuma GmbH

Welche Erleichterungen sind für 2024 geplant?

Eigentlich sollten die Erleichterungen für den Betrieb von Balkonkraftwerken ab dem 1. Januar 2024 in Kraft getreten sein, doch die Umsetzung des Gesetzes verzögert sich wie so vieles in diesen Tagen, was sich im Endeffekt hemmend auf die Gestaltung der Energiewende auswirken wird. Es gebe bei dem geplanten Maßnahmenbündel, das als Solarpaket 1 im Bundestag zur Abstimmung stehen soll, noch „Klärungsbedarf“. Bei den geplanten Erleichterungen handelt es sich um die folgenden Punkte:

  • Erhöhung der Obergrenze von 600 auf 800 Watt
  • Erlaubnis zum Anschluss mit Schukostecker (statt Wielandstecker)
  • Befreiung von der Einkommenssteuer
  • Legalisierung von Rücklaufzählern
  • Anmeldepflicht beim Netzbetreiber entfällt (nur noch bei der Bundesnetzagentur)
  • Recht auf Balkonkraftwerk (Vermieter darf nicht mehr ablehnen)

Darüber hinaus haben zahlreiche Förderbanken die Subventionierung von Balkonkraftwerken in ihr Förderprogramm aufgenommen, sodass es sich lohnt, nach entsprechenden Angeboten auszuschauen.

Städte geben immer mehr Förderungen für Stecker-Solaranlagen

Energiewende für alle_über eine Außensteckdose das Balkonkraftwerk anschließen und den Strom in Ihr Zuhause speisen
© Sune Solar

Kosten und Verdienste

Balkonkraftwerke kosten zwischen 300 und 900 Euro. Weitere Kosten entstehen durch die Installation, Montage, Wartung und Instandhaltung. Während die Mini-Kraftwerke eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren haben, ist diese beim Wechselrichter mit 10 bis 15 Jahren deutlich kürzer. Experten schätzen das Einsparungspotenzial von Balkonkraftwerken pro Jahr auf rund 200 Euro und gehen von einer Amortisationszeit von fünf bis sieben Jahren aus, was für eine Investition ein ausgezeichneter Wert ist. Die Energiewende zahlt sich aus.

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Mit Balkonkraftwerken kommt die Energiewende zu Hause an

Balkonksolaranlagen sind die ideale Möglichkeit für Mieter, ebenfalls Teil der Energiewende zu werden
© homeandsmart GmbH

Die Vorteile von Balkonkraftwerken

Balkonkraftwerke bieten Mietern als steckerfertige Plug-and-Play-Geräte einen niedrigschwelligen Zugang, sodass sie sich leicht an der regenerativen Energiewende beteiligen und ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können. Balkonkraftwerke sind wirtschaftlich wie ökologisch sinnvoll und stellen ähnlich wie PV-Anlagen auf den Dächern von Eigenheimen ein sichtbares Zeichen dar, dass in dieser Wohnung jemand wohnt, dem die Umwelt am Herzen liegt.

Soziologen haben bereits einen Schneeballeffekt nachgewiesen, sodass jedem Balkonkraftwerk die Tendenz innewohnt, dass andere Mieter nachziehen. Die kompakte Form erleichtert den Transport, sodass sich die Solaranlage bei Bedarf mitnehmen lässt.

Ein großer Vorteil von Balkonkraftwerken ist ihre Kompaktheit

Mit einer kompakten und kosteneffizienten Balkonsolaranlage kann jeder ohne großen Aufwand die Energiewende unterstützen
© Tuneon Design SRL

Die Nachteile von Balkonkraftwerken

Der günstigen Anschaffung steht der Nachteil gegenüber, dass die zu erwartenden Gewinne in keinem Verhältnis zu einer PV-Anlage für Eigentümer stehen. Die Obergrenze von 600 Watt (bald 800 Watt) wirkt sich überdies hemmend auf den Unternehmergeist aus und die Wirtschaftlichkeit des Geräts hängt stark von der Ausrichtung und dem Wetter ab.

Zugleich besteht kaum eine Möglichkeit, von einer Einspeisevergütung zu profitieren, sodass sich das Balkonkraftwerk ausschließlich zum Stromsparen nutzen lässt. Für autarkische Zwecke eignen sich Balkonkraftwerke durch ihre Stromgebundenheit nicht, weil ein Stromausfall die Energiegewinnung augenblicklich stoppt.

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Architektur trifft Photovoltaik: Ein Solar-Balkon mit ästhetischem Erscheinungsbild

Balkongeländer mit PV-Modulen als elegante Solaranlage für den Balkon
© Leeb Balkone GmbH

Unsere Tipps für den Gebrauch

Balkonkraftwerke erreichen ihre stärkste Ausschöpfung, wenn sie frei von Verschattungen und nach Süden zentriert sind sowie einen Neigungswinkel von 36° aufweisen. Dies gewährleistet den idealen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen von 90°.

Um größere Energiemengen vom Balkonkraftwerk zu verwerten, könnten Besitzer die Nutzung von Haushalts- und Unterhaltungsgeräten mit hohem Stromverbrauch in die Sonnenstunden verlegen. Dies könnte allerdings als Nachteil empfunden werden, weil man sich dadurch vom Wetter seine Lebensführung diktieren ließe, zumal viele bei schönem Wetter gern etwas unternehmen. 

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