Energetische Haussanierung für ein besseres Wohngefühl
© Anthony Tran

Energetische Haussanierung für ein besseres Wohngefühl

Die gemütliche Wärme, die wir in den kalten Wintermonaten zuhause gern genießen, hat oft zur Folge nicht nur hohe Heizkosten, sondern auch eine große Belastung der Umwelt. Denn die hohen Energieverluste durch schlechte Wärmedämmung sowie die in Wärmeproduktion entstehenden Schadstoffen tragen zu einer erhöhten Umweltverschmutzung bei. Doch durch eine energetische Haussanierung in Kombination mit Modernisierung veralteter Heizungsanlagen lässt sich der Primärenergiebedarf und somit auch der Energieverbrauch deutlich senken. Als Vorteile erfolgen daraus ein besseres Wohngefühl, Sparen von Heizkosten, Wertsteigerung der Immobilie und nicht zuletzt auch Klimaschutz.

Mit welchen Methoden können wir Heizkosten sparen und zugleich die Umwelt schonen?

Überblick über die Modernisierungsmethoden zur energetischen Haussanierung
© Michael Shannon

Was ist eigentlich energetische Sanierung und was gehört dazu?

Wer seines Eigenheims durch gezielte bauliche Maßnahmen energetisch fit macht, wird zum einen seine Energiekosten spürbar senken und zum anderen die Umwelt schonen. Aber wie gelingt das genau? Nämlich durch verschiedene Maßnahmen, die den Energiebedarf Ihrer Immobilie senken werden, wie beispielweise:

  • Austausch alter und undichter Fenster und Außentüren

Sind Ihre Fenster und Türen einfach nicht mehr dicht, sollten Sie lieber über ihre Erneuerung nachzudenken. Denn undichte Fenster und Türen sind energetische Schwachstellen, über die bis zu 30% der Heizenergie verloren geht. Dabei ist beim Austausch neben auf eine schöne und zur Fassade passende Optik auch auf andere wichtige Aspekte einen großen Wert zu legen. So z.B. sollten die Fenster einen gesamten Wärmedämmwert von 1,3 W/(m2K) oder weniger haben, der sich aus dem U-Wert der Verglasung und dem U-Wert des Fensterrahmens zusammensetzt. Dazu noch können Sie die Fenster je nach Himmelsrichtung anders ausstatten – Fenster mit einer besseren Wärmeisolierung für die Nordfassade wählen und mit Südfenstern, die eine durchlässigere Verglasung für Sonnenenergie haben, kombinieren.

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neue Fenster – eine der Masnahmen zur energetischen Haussanierung

Austausch undichter Fenster ist eine der technischen Masnahmen zur energetischen Sanierung
© Eduard Militaru

Geht es um die Außentür, sollen sich Funktionalität und Ästhetik vereinen. Das Portal zu den eigenen vier Wänden muss sowohl elegant aussehen als auch Schutz vor Kälte und unerwünschten Besuchern bieten. Deshalb ist es bei der Auswahl einer Haustür auf die Wärmedämmung und Sicherheit zu achten – zwei sehr wichtige Aspekte, für die Sie außerdem eine finanzielle Förderung vom Staat erhalten können. Auch wenn die Erneuerung Ihrer alten Haustür als Einzelmaßnahme und nicht als Teil einer kompletten Haussanierung durgeführt wird.

als Teil der thermischen Gebäudehülle müssen Außentüren auch einen möglichst niedrigen U-Wert aufweisen

eine zusätzliche in tür integrierte Bodentürdichtung reduziert deutlich den Wärmeverlust des Türelements
© PIRNAR GmbH
  • Einbau einer neuen Heizung

Der Austausch oder die Optimierung einer alten Heizungsanlage verspricht eine deutliche Verbrauchsreduzierung und somit auch eine erhebliche Reduktion der Brennstoffkosten. Denn mit einem neuen und modernen Brennwertkessel, lässt sich die fossile Energie viel besser auszunutzen. Dabei wird nicht nur den Verbrauch fossiler Brennstoffe verringert, sondern auch die schädlichen CO2- Emissionen. Doch hier stellt sich natürlich die Frage, ob es sich eine komplette Heizungssanierung lohnt oder den Austausch einzelner Komponente die bessere Lösung ist. Eine solche Sanierungsmaßnahme kann zwar sinnvoll sein, ist aber immerhin eine Investition, die außer mit Ihrem Budget auch mit vielen anderen Aspekten abgestimmt werden muss. Daher ist es ratsam, eine qualifizierte Energieberatung vorab zu machen, die Ihnen zeigen wird, welche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung Ihrer Immobile am besten sind.

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durch Heizungsmodernisierung als energetische Sanierungsmasnahme können Sie den Stromverbrauch nachhaltig senken und Geld sparen

fossile Energie viel besser ausnutzen und Brennstoffkosten senken durch die Investition in einen modernen Brennwertkessel
© Gundula Vogel
  • Dämmen von Fassade, Kellerdecke und Dach

Andere wesentliche und im Vergleich zur Heizungsmodernisierung etwas aufwendigere Maßnahme zum Zweck der energetischen Sanierung ist die Dämmung des Gebäudes. Hier geht es um die Verringerung der Wärmedurchlässigkeit verschiedener Elemente der Gebäudehülle wie Außenwände, Dach und Kellerdecke durch die Verwendung spezieller Dämmmaterialien. Man unterscheidet dabei zwischen:

  1. Innendämmung, die vor allem bei Dächern und Geschossdecken zum Einsatz kommt;
  2. Außendämmung, die im Aufbau der Außenwände eingebracht wird;
  3. Kerndämmung in Form von Dämmplatten, die bei einem mehrschaligen Mauerwerk in Frage kommt

Gebäudehülle vom Keller bis zum Dach dämmen und Wärmeverluste signifikant zu reduzieren

energetische haussanierung mit Dämmung der gesamten Gebäudehülle
© Charles Deluvio

Aber was bringt eigentlich die optimale Wärmedämmung? Zum einen wird dadurch deutlich wenigere Wärme aus den Räumen entweicht, was heiß, weniger heizen und Energie sparen. Zum anderen wird die Behaglichkeit in gedämmten Räumen durch die wärmere Oberfläche von Boden und Wänden gesteigert. Außer kalten Füßen und hohen Energierechnungen, beheben sich dadurch auch weitere Probleme, wie schlechte Heizungsluft sowie das Risiko von Schimmelbildung. Also eine Investition in Wärmeschutz lohnt sich auf jeden Fall, sowohl bei der Sanierung von Altbauten als auch bei den Neubauten. Doch welche Dämmarbeiten und Dämmstoffe für Ihr Haus in Frage kommen? Das sollten Sie lieber von einem Expert oder geprüften Fachbetrieben beraten lassen.

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mithilfe individueller Energieberatung die sinnvollen Maßnahmen der energetischen Sanierung für Ihr Gebäude ins Auge fassen

Fazit

Die möglichen Maßnahmen einer energetischen Haussanierung sind ganz viel und in jedem Fall sinnvoll. Je nach bautechnischen Besonderheiten und dem spezifischen Wärmebedarf eines Hauses, lassen sich verschiedene Sanierungsmaßnahmen durchführen, die im Idealfall aufeinander abgestimmt und nicht separat gemacht werden sollten. Wichtig ist es aber zuerst die energetischen Schwachstellen Ihrer Immobilie festzustellen. Ist die Heizungsanlage veraltet oder die Wärmedämmung schlecht? Sind die alten Fenster und Haustür immer noch effizient oder eher undichte Energiefresser? Lohnt es sich in Ihrem Fall die Integration von einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder die Nutzung erneuerbarer Energien? Um die richtigen Optimierungsmöglichkeiten und damit verbundenen Kosten zu ermitteln, kann Ihnen einen Energiecheck helfen. Dazu noch können Sie gemeinsam mit einem Fachmann ein durchgedachtes energetisches Gesamtkonzept entwickeln, damit die Haussanierung wirklich zum Erfolg führt und zwar mithilfe verschiedener Fördermöglichkeiten.

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