Radonkonzentration im Haus: Messung und Schutz

Radonkonzentration im Haus: Messung und Schutz

Die Radonkonzentration spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Hausbesitzer sollten die Wirkung von Radon nicht unterschätzen und mit gewissen Maßnahmen bei zu hoher Radonbelastung rechtzeitig vorsorgen. Aufgepasst: So kann der Radongehalt in Innenräumen reduziert und der ausschlaggebende Wert zuverlässig ermittelt werden.

Radon – die unterschätzte Gefahr im Haus

Die Radonkonzentration spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Edelgas natürlichen Ursprungs. Im Vergleich zu Luft ist Radon siebenmal schwerer – es stellt das schwerste aller natürlichen Gase dar. Beim natürlichen Zerfall von Uran entsteht zunächst Radium, das wiederum in das Edelgas Radon zerfällt. Radon bildet sich im Boden, besonders in erzhaltigen Bodenschichten, und ist in allen Gesteinsschichten vorhanden.

Wie gelangt es ins Haus?

Gelangt das Edelgas aus tiefer gelegenen Erdschichten an die Oberfläche, ist es zunächst ungefährlich, da es sich in der Luft verteilt. Reichert sich Radon allerdings in Wohnräumen an, kann es die Raumluft vergiften und stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Risse im Fundament, Abflüsse im Boden, mangelhafte Wandanschlüsse oder die Radon-Anreicherung in Bergwerken können die Ursache sein. Alte Gebäude sind dabei häufiger betroffen als neue, Gebäude mit Keller zudem mehr als solche ohne Kellergeschoss.

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die Radonkonzentration im Haus ergibt sich durch das Eindringen vom Edelgas aus dem Boden

Radon gelangt ins Haus vor allem über erdberührte Bauteile wie Fußböden im untersten Geschoss, Außenwände unterhalb der Geländeoberkante und sonstige Bereiche mit direktem Kontakt zum Erdreich

Radonkonzentration im Haus messen

Der Radongehalt wird in der Einheit Becquerel (Bq) gemessen. In deutschen Innenräumen sind 60 Bq pro Kubikmeter an Raumluft der Durchschnitt. Der Messwert von 100 Becquerel pro Kubikmeter ist die Obergrenze – ab hier belegen deutsche sowie internationale Studien ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Pro 100 Bq steigt das Lungenkrebsrisiko erwiesenermaßen um 10 bis 16 Prozent an.

Bei der Reduzierung von Radonbelastung im Sinne der bestmöglichen Gesundheitsvorsorge in diesem Bereich, sollte es Ziel sein, die Radonkonzentration unter den Referenzwert von 100 Bq zu bringen. Um die Radonkonzentration im Haus zu ermitteln, eignen sich Radonmessungen, wie von Radonova. Hierbei misst der Hausbesitzer mit einem Detektor die Radonkonzentration über eine kurze Messdauer (10 bis 30 Tage) für schnelle Ergebnisse hinsichtlich der Radonbelastung oder führt eine Langzeit-Messung durch, die mit einer Messdauer von 3 bis 12 Monaten einen zuverlässigen, genauen Mittelwert bietet.

Radonmessungen sind besonders in Wohnungen im Erdgeschoss, Souterrain oder in Untergeschossräumen sinnvoll

Radonkonzentrationen in der Raumluft messen und das Anteil des radioaktiven Edelgases bestimmen

Einflussfaktoren für Radon im Haus

Wie hoch die Radonkonzentration in Innenräumen ist, hängt von verschiedenen Komponenten ab. Darunter:

  • die Menge an Radon im Untergrund des Hauses,
  • die Beschaffenheit bzw. Transporteigenschaften des Untergrundes,
  • die Dichtheit des Hauses,
  • die Menge von Radon in Baumaterial und Trinkwasser,
  • die Lüftung im Haus.

Auch die Lage der Zimmer im Haus ist entscheidend. In einer Dachgeschosswohnung ist die Radonbelastung in der Regel niedriger als im Erdgeschoss, da diese weiter von der Erdoberfläche entfernt liegt.

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für erhöhte Radonkonzentrationen in Gebäuden gibt es verschiedene Einflussfaktoren

Luftaustauschprozesse, Heizverhalten sowie Risse und Löcher in der Gebäudehülle haben einen großen Einfluss auf die Radonkonzentration in Gebäude

So wirkt sich Radon auf die Gesundheit aus

Radon gilt als einer der Hauptverursacher von Lungenkrebs. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der internationalen Krebsforschungsbehörde (IARC) wird das radioaktive Radon den krebserzeugenden Schadstoffen zugeordnet.

Wird das Edelgas eingeatmet, zerfällt es in der Lunge. Durch diesen Prozess werden die Lungenzellen bestrahlt und das Auslösen von Krebs begünstigt. Radon in Gebäuden ist, nach dem Rauchen, die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

In Deutschland sterben jährlich 1.900 Menschen an Lungenkrebs, der durch eine erhöhte Radonkonzentration in der Innenraumluft entstand. Bei der Gesundheitsgefährdung spielen die Konzentration des Gases sowie die Länge des Aufenthalts einer Person im radonhaltigen Innenraum eine entscheidende Rolle.

nach dem Rauchen sind die Zerfallsprodukte von Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

die in der Raumluft vorhandenen Zerfallsprodukte von Radon lagern sich an luftgetragene Schwebeteilchen an und werden beim Atmen in der Lunge abgelagert

Diese Schutzmaßnahmen helfen

Hausbesitzer können nach der Ermittlung der Radonkonzentration im Gebäude oder zur Vorbeugung Maßnahmen zur Reduzierung der Radonbelastung einleiten. Um den Erfolg der jeweiligen Maßnahme zu bewerten, sollte die Radonkonzentration regelmäßig gemessen werden. Zu den Maßnahmen zählen:

  • häufiges Stoßlüften,
  • die Beseitigung von undichten Stellen, wie Risse im Boden, in Wänden oder Rohrdurchführungen,
  • die Absaugung von radonhaltiger Bodenluft,
  • die Errichtung einer radondichten Sperrschicht zwischen Untergrund und Haus oder Keller und Wohnbereich,
  • das Abdichten von Türen und Leitungen zum Keller,
  • die Durchführung von Schutzmaßnahmen bei Neubauten.

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mit den richtigen Maßnahmen ein Gebäude vor einer zu hohen Radonbelastung schützen 

Radondrainage gilt als sehr effektive Methode gegen Radonkonzentration in Gebäuden mit erdberührenden Wohnräumen
© American Radon, LLC
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