Tipps und Hygieneregeln zur Vorbeugung einer Coronavirus-Infektion

Tipps und Hygieneregeln zur Vorbeugung einer Coronavirus-Infektion

Das neuartige Coronavirus kann eine grippeähnliche Erkrankung auslösen und bei manchen Menschen zu einer gefährlichen Lungenentzündung führen. Die Übertragung der Viren erfolgt wie bei der Grippe als eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion, nämlich durch Händekontakt, Anhusten, Sekrete oder Schnupfen, wobei der Überträger keine Beschwerden aufwiesen kann. Daher ist die Beschränkung sozialer Kontakte sowie das Beachten einer guten Hygiene zwei einfache aber sehr wichtige Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung einer Ansteckung mit COVID-19. Neben dem Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder einem DIY Mundschutz, gibt es einige Hygieneregeln, auf die man unbedingt achten soll.

das neuartige Coronavirus erfordert mehr Hygienebewusstsein

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Allgemeine Hygienetipps

Eine Ansteckung mit COVID-19 und anderen Atemwegsinfektionen sowie die Ausbreitung der Krankheitserreger lassen sich mit einfachen Hygieneregeln vorbeugen.

  • Händewaschen – Als häufigste Überträger von ansteckenden Infektionen und Krankheiten sollen die Hände regelmäßig und gründlich gewaschen werden.
  • Hygiene beim Husten und Niesen – Die infizierte Person versprüht beim Husten oder Niesen Tröpfchen, die unzählige Krankheitserregerenthalten und weiterverbreiten. Um andere vor einer Ansteckung zu schützen, ist die sogenannte Husten- und Nies-Etikette. Das heißt, Nase und Mund beim Husten und Niesen mit einem Papiertaschentuch bedecken, das benutzte Tuch direkt entsorgt und anschließend die Hände gründlich waschen. Falls Sie kein Papiertaschentuch zur Hand haben, müssen Sie die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

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Husten- und Nies-Etikette – ein der wichtigen Hygieneregeln zum Schutz vor einer Ansteckung durch das neuartige Coronavirus

hygienetipps für ein gesundes raumklima sowie bei einer grippewelle

Hände gründlich waschen statt desinfizieren

Da die Hände häufig mit Keimen in Kontakt kommen und diese durch Anfassen auf alles übertragen können, ist das richtige Händewaschen von großer Bedeutung. Ob beim Händeschütteln, beim Naseputzen oder beim Toilettengang können Krankheitserreger auf unsere Hände gelangen und sich dann leicht von Hand zu Hand verbreiten oder über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen. Daher gilt das gründliche Waschen der Hände mit Wasser und Seife als wirksame Maßnahme, die diesen Übertragungsweg unterbricht. Auf diese Weise senkt die Anzahl der Keime an den Händen und somit verringert sich auch das Risiko, dass Erreger mit dem Essen oder beim Kontakt der Hände mit dem Gesicht in den Körper gelangen.

regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist die wichtigste Hygiene-Maßnahme

hygienetipps zum richtigen händewaschen mit wasser und seife als die wichtigste Hygienemaßnahme gegen eine Ansteckung mit verschiedenen Vieren

Sind wir unterwegs oder verfügen wir über kein Wasser, empfiehlt sich die Verwendung von Desinfektionsmitteln. Doch das Desinfizieren der Hände ist kein Ersatz für gründliches Waschen. Die übermäßige Nutzung solcher Produkte kann die natürliche Hautflora schädigen, zu möglichen Allergien führen und eventuell sogar Ekzeme auslösen. Außerdem Desinfektionsmittel entfernen die Bakterien nicht, sondern neutralisieren diese zeitweilig. Das bedeutet, dass die Bakterien auf den Händen bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufleben können. Auch die permanente Verwendung im Haushalt von Reinigungsmitteln mit Aufschriften wie „antibakteriell“, „desinfizierend“ oder „beseitigt 99,99 % der Bakterien“ kann zur Bildung resistenter Keime führen. Solche Keime sind hartnäckige Krankheitserreger, die dann auf die Desinfektionsmittel nicht mehr abgetötet werden.

Tipps:

  • Bei häufiger Anwendung können Desinfektionsmittel und Seife die Hände austrocknen und sogar belasten. Daher ist ein regelmäßiges Eincremen empfehlenswert.
  • Im Allgemeinen ist eine Händedesinfektion im privaten Umfeld nicht erforderlich. Die Hände nach dem Waschen zu desinfizieren, ist es dann sinnvoll, wenn abwehrgeschwächte Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko im Haushalt leben oder pflegebedürftige Angehörige versorgt werden.

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Hygieneregeln: Handdesinfektion kann das Händewaschen nicht ersetzen, doch beide Methoden zusammen sind am allerwirksamsten

gründliches händewaschen und handdesinfektion gehören zu den einfachen hygienetipps gegen corona-ansteckung

Wann und wie die Hände richtig zu waschen?

Zum richtigen Händewaschen gehört fließendes Wasser, Seife und ein sauberes Handtuch. Wichtige Rolle dabei spielt nicht nur wie oft, sondern auch wie lange die Hände gewaschen werden. Damit unsere Hände sauber aber auch keimfrei sind, sollen wir sie mindestens 20-30 Sekunden lang und zwar mit kräftigen Waschbewegungen waschen. Und wenn das Händewaschen einfach klingt, erfordert es ein sorgfältiges Vorgehen in fünf Schritten:

  1. Hände und Seife unter fließenden Wasser anfeuchten.
  2. Hände von allen Seiten gründlich einseifen (sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen).
  3. Seife ca. 20 bis 30 Sekunden lang sanft einreiben.
  4. Hände unter fließenden Wasser abwaschen.
  5. Anschließend mit einem sauberen Handtuch abtrocknen.

Hände nicht nur häufig aber auch korrekt waschen

hygienetipps mit abbildung zum korrekten händewaschen mit wasser und seife

Hygienetipps fürs richtige Händewaschen:

  • Verwenden Sie lieber Flüssigseife statt Stückseife, da auf der festen Seife Keime zurückbleiben können, während die flüssige Seife beim Waschen der Hände vollständig abgespült und über den Abfluss entfernt wird.
  • Zum Schließen des Wasserhahns in öffentlichen Toiletten verwenden Sie ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  • Zum Abtrocknen der Hände zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.
  • Ist keine Seife vorhanden, sollten Sie dennoch auf das Händewaschen mit bloßem Wasser nicht verzichten.
  • Hände nach dem Waschen immer abtrocknen, da sich Mikroorganismen in einer feuchten Umgebung besser halten und vermehren können.

Hände nach dem Waschen immer mit einem sauberen Tuch gut abtrocknen

wissenwertes über handhygiene_wichtige hygienetipps zum schutz vor viren und infektionen

Hände immer waschen nach:

  • dem nach Hause kommen
  • dem Besuch der Toilette
  • dem Kontakt mit Abfällen
  • dem Kontakt mit Tieren und Tierfutter
  • dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • dem Wechseln von Windeln

Hände immer waschen vor:

  • den Mahlzeiten
  • dem Einsetzen und Abnehmen von Kontaktlinsen
  • dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika

Hände immer waschen vor und nach:

  • der Zubereitung von Speisen, besonders bei Verarbeitung rohes Fleisches
  • dem Kontakt mit Kranken
  • der Behandlung von Wunden

Wohnung hygienisch reinigen mit gängigen Hausputzmitteln

hygienische Wohnungsreinigung mit üblichen Putzmitteln oder selbstgemachten reinigungsmitteln

Haushaltshygiene

Im Fall des Coronavirus gibt es keine speziellen Vorsorgemaßnahmen bezüglich der Haushaltshygiene. Doch jeder weiß, dass die Sauberkeit im eigenen Zuhause für eine gesündere Wohnumgebung sorgt, wodurch sich auch das Coronavirus unschädlich machen lässt. Für das Ziel sind einige einfache Hygieneregeln beim Putzen und Wäschewaschen zu befolgen:

Gründliche Reinigung der Wohnung – Corona-Viren sind sehr empfindlich gegenüber allen Reinigungsmitteln. Eine gründliche und häufige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen mit üblichen Putzmitteln ist vollkommen ausreichend und daher ist die Verwendung von Desinfektionsmittels in Privathaushalten nicht nötig.

  • Für Küche, Bad und Toiletteimmer getrennte Putzlappen verwenden und häufig wechseln
  • Putztücher luftig aufhängen und Putzlappen bei mindestens 60°C waschen
  • Utensilien wie einen Mop nach Gebrauch schnell trocknen

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das richtige Wäschewaschen gehört auch zu den wichtigen Hygieneregeln

hygienetipps für saubere und von Mikroorganismen freie Wäsche

Wäsche richtig waschenBeim Wäschewaschen spielt die Temperatur des Wassers sowie die Art des Waschmittels eine wesentliche Rolle bei der Entfernung starker Verschmutzungen und sämtlicher Mikroorganismen. Die 60-Grad-Wäsche ist immer noch das Nonplusultra dafür und sollte bei anfälligen Textilien wie Bettwäsche, Unterwäsche, Handtücher, Waschlappen und  Putztücher angewandt werden. Falls Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sollten Sie die Wäsche generell bei 60 Grad waschen, um Viren abzutöten. Dabei sollen Sie die schmutzige Wäsche nicht ausschütteln, um eine Ausbreitung des Virus in der Raumluft zu vermeiden. Nachdem die Wäsche gemacht wurde, vergessen Sie nicht die Hände zu waschen.

  • Waschmaschine etwa einmal pro Woche im Heißwaschgang bei mindestens 60°C laufen lassen
  • Nasse Kleidung darf nicht in der Waschmaschine liegen bleiben

Regelmäßiges Lüften der Wohnung – Die frische Luft ist auch sehr wichtig für unsere Gesundheit.  Das regelmäßige Lüften verbessert das Raumklima und senkt das Ansteckungsrisiko mit Viren. Denn in geschlossenen Räumen kann die Anzahl von Viren in der Luft stark ansteigen. Aus diesem Grund sollten Sie auch in der Heizsaison das Fenster mehrmals täglich für einige Minuten weitöffnen und den Raum gut durchlüften. Durch Stoßlüften wird außerdem das Risiko einer Schimmelbildung in Nassräumen wie das Badezimmer reduziert.

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